Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer wurde 1985 als dritter Nationalpark in Deutschland eingerichtet. Mit 4.400 km² ist er der größte Nationalpark zwischen dem Nordkap und Sizilien. 

Nationalparke erhalten die Evolution der biologischen Vielfalt. Sie schützen alle Lebewesen, ohne einzelne Arten besonders zu fördern. Der Mensch wird aus den Nationalparken nicht ausgesperrt. Im Gegenteil: Überall dort, wo keine Pflanzen oder Tiere gestört werden, kann und soll er Wildnis erleben. Er kann dort etwas über die Natur lernen, zu ihr und zu sich selbst finden und seiner Seele Frischluft schenken. 

Die UNESCO, die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, hat das deutsche und niederländische Wattenmeer Ende Juni 2009 in die Liste des Welterbes aufgenommen. 2014 wurde das Gebiet um das dänische Wattenmeer erweitert. Damit steht jetzt das gesamte Wattenmeer auf einer Stufe mit anderen weltberühmten Naturwundern wie dem Grand Canyon in den USA und dem Great Barrier Reef in Australien, die ebenfalls zum Weltnaturerbe gehören. 

Rund 10.000 Arten von einzelligen Organismen und Pilzen bis hin zu höheren Pflanzen und Tieren leben hier. Am spektakulärsten ist der Vogelzug im Frühjahr und Herbst mit bis zu zwölf Millionen Vögeln, die eine Rast im Wattenmeer einlegen. 

„Small Five“: Wattwurm, Herzmuschel, Strandkrabbe, Wattschnecke und Nordseegarnele. Sie sind angepasst an Überflutung und Trockenfallen, sie ertragen Salzwasser und Regenschauer, überdauern bei Frost und sommerlicher Hitze, und sie widersetzen sich erfolgreich einer Armada hungriger Fressfeinde. 

Unsere „Big Five“. Zu ihnen zählen die drei Säugetierarten Seehund, Kegelrobbe und Schweinswal, der Seeadler als größter Vogel und der Stör als größter Fisch. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten wurden in Europa viele große Tiere intensiv gejagt, einige Arten sogar gänzlich ausgerottet. Im Wattenmeer haben Seehund und Schweinswal bis heute überlebt. Kegelrobbe und Seeadler waren ausgerottet, wanderten aber aus anderen Regionen wieder ein. Nur der Stör ist bis heute bei uns ausgestorben. Seehunde sind ein „Muss“ in jedem Nordsee-Urlaub. 

Von vielen Hafenorten starten Ausflugsschiffe unserer Nationalpark-Partner-Reedereien zu Beobachtungsfahrten. 

„Flying Five“ Das Wattenmeer ist berühmt für seinen Vogelreichtum. Über 10 Millionen Wat- und Wasservögel nutzen es im Laufe eines Jahres. Ein Teil brütet auch hier am Watt, die Brutplätze der meisten Arten liegen aber in den arktischen Tundren von Sibirien bis Grönland. Für sie ist das Watt eine „Tankstelle“ aus Würmern, Muscheln und Krebsen, in der sie sich die nötigen Fettreserven für bis zu 5.000 km weite Zugstrecken zwischen den Brut- und Rastgebieten anfuttern. Fünf besonders typische Vogelarten im Nationalpark, das sind unsere „Flying Five“: Alpenstrandläufer, Brandgans, Austernfischer, Silbermöwe und Ringelgans. Exkursionen zu den „Flying Five“ des Wattenmeeres finden an vielen Stellen im Nationalpark statt. Konkrete Termine mit weiteren Infos finden Sie in den Nationalpark-Häusern und Tourist-Infos oder im „Naturerlebnisfinder“. www.nordsee-naturerlebnis.de

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